Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen

„Nehmen wir unsere Kinder mit Mut und Ehrlichkeit an die Hand. Trauen wir ihnen auch den Tod zu.“
Elisabeth Holzer

Das Leben besteht von Anfang an aus Veränderungen und Abschieden. Schon mit der Geburt verlassen wir unser erstes Zuhause. Später lernen wir laufen, kommen in den Kindergarten oder bekommen Geschwister. Jede dieser Stufen bedeutet, etwas „Altes“ hinter sich zu lassen.

Auch Trauer begegnet uns im Alltag: wenn wir das Lieblingskuscheltier verlieren, unser Haustier stirbt, sich unser Körper verändert… Diese Erfahrungen prägen uns. Es ist ein wertvolles Geschenk, Kinder auf diesem Weg zu begleiten. So machen wir sie stark für das Leben – und für den Tod, der zum Leben dazugehört. Besonders herausfordernd wird es dann, wenn der Tod in das Leben der Kinder kommt. Oft sind wir Erwachsenen damit einfach überfordert oder übersehen auch trauernde Kinder.

Wichtig ist zu wissen: Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie springen oft nur kurz in eine „Trauerpfütze“ hinein.

In einem Moment weinen sie, im nächsten spielen und lachen sie schon wieder. Das ist kein Zeichen von Gefühllosigkeit, sondern eine gesunde Reaktion ihres Körpers.

Kinder brauchen Menschen an ihrer Seite, die ihnen ihre Trauer zutrauen und die sie unterstützen im Erkennen und Ausleben ihrer Gefühle. Aber die Kindersprache ist eine andere als jene von uns Erwachsenen. Wir finden einen Zugang zu ihnen über das Spiel, über die Kreativität, über die Bewegung. Wenn wir sie ihrem Alter entsprechend begleiten und unterstützen, bekommen ihre Gefühle einen Ausdruck. Und die Trauer findet ihren eigenen Raum.

Nach oben scrollen